

An einem Samstag fuhren wir in ein Museum. Nach dem
Besuch des Museums besuchten wir noch Verwandte. Es war schon spät als wir auf
der Landstraße in Richtung Heimat fuhren. Plötzlich ging unser Motor kaputt und
wir mussten anhalten. „Warum passiert das immer uns? Wir sind mitten im
Nichts“, fluchte Vater. „Hei, da hinten ist ein helles Licht“, meinte meine
Schwester. Vater ging mit Mutter voraus. Und wir stolperten den beiden
hinterher. In dieser Nacht war es sehr kalt. „Wow, das ist ja ein richtiges
Schloss! Es ist zwar alt, aber eine Nacht können wir schon darin schlafen“,
erklärte ich. .Also gingen wir hinein.
Das Schloss war unglaublich groß. Meine ganze
Familie suchte nach Betten. Plötzlich hörten wir ein Geräusch. Wenige Sekunden
später stand ein Gespenst vor uns. „Hilfe“, schrien alle auf einmal. Die
Familie rannte zur Tür. Aber diese war geschlossen. „Halt- bitte nicht gehen!
Ich tu euch auch nichts“, wisperte der Geist. „Warum sollen wir nicht wieder
gehen?“, stotterte meine kleine Schwester. „Ich bin hier schon seit 100
Jahren“, sprach das Gespenst. „Und warum bist du schon 100 Jahren hier? Geh
doch einfach weg!“, meinte Lisa. „Ich war ein kleiner Junge und wohnte hier“,
erzählte das Gespenst, „wenn ich sterbe würde ich das Schloss bewachen- das
habe ich versprochen. Doch nach 10 Jahren habe ich gemerkt, dass es hier
alleine total öde ist. Und ich kann nicht fliehen. Das habe ich einmal
ausprobiert. Doch ein paar Meter weiter ist eine unsichtbare Mauer, die uns
Gespenster aufhält Eine Nacht bleibt ihr doch oder hier?“, fragte der Geist. „Ja,
okay“, sprach Vater. Und Mutter konnte ihren eigenen Augen nicht trauen. „Ich
werde eure Betten fertig machen“, sagte das Gespenst.
Meine Familie benutzte zusammen ein Schlafzimmer. Das Schlafzimmer war
sehr groß. Am nächsten Morgen stand das Gespenst an unserer Tür, um uns zum
Frühstückstisch zu bringen. Wir aßen alles, was uns das Gespenst auftischte,
auf. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns vom Geist. Ich weinte ein bisschen
- das muss ich ehrlich zugeben. Sogar Vater konnte seine Tränen nicht
zurückhalten. Plötzlich fiel meinem Vater ein: „Aber wir können gar nicht nach
Hause fahren!“ „Wieso können wir nicht
nach Hause?“, fragte Mutter. „Unser Auto ist doch kaputt Mama“, erklärte ich
meiner Mutter. „Schiebt das Auto vor die Burg. Ich werde das Auto reparieren“,
sprach das Gespenst. Wie versprochen reparierte es das Auto.
„Aufwachen!“ „Hä, was
ist den jetzt los?“, sagte ich verschlafen. „Du bist gestern im Auto
eingeschlafen.“, meinte meine Mutter. „Das kann nicht sein“, erwiderte ich, „erinnerst du dich nicht an das Gespenst?“ „Du
hast bestimmt nur geträumt, mein Schatz“, lächelte meine Mutter „Ah so“, grummelte
ich mit trauriger Stimme.
Aber soll ich euch
was sagen? Ich glaube trotzdem an das Gespenst.
ENDE
